Philippe Echaroux ist für seine hell ausgeleuchteten Street-Porträts bekannt. Ein großer Teil seines Stils entsteht mit Hilfe einer Rotalux Octabox.In diesem Projekt arbeitete Philippe mit der Abbé-Pierre-Stiftung zusammen, um auf Obdachlosigkeit aufmerksam zu machen.
Während der kalten Festtage vergessen wir allzu oft die obdachlosen Menschen, die auf der Straße ums Überleben kämpfen müssen. Die bekannte Abbé-Pierre-Stiftung bat kürzlich unseren Ambassador Philippe Echaroux um Unterstützung für ihre neueste Aufklärungskampagne.
Die Abbé-Pierre-Stiftung setzt sich dafür ein, allen Menschen in Not Zugang zu würdigem Wohnraum und einem Leben in Würde zu ermöglichen.
Für Philippe, der zuvor bereits benachteiligte Menschen unterrichtet hat, ist es eine große Ehre, Teil eines solchen Projekts zu sein:„Als sie mich anriefen und es mir vorschlugen, bin ich vor Freude gesprungen! Endlich mal eine Werbekampagne, die nicht versucht, dir etwas zu verkaufen.“
„Wir haben die Kampagne so fotografiert, als würde ich ‚echte‘ Menschen auf der Straße fotografieren. Ich hatte nur einen Blitz und eine Kamera: Es war sehr einfach. Ich habe den ELB 500 TTL und meine treue Rotalux Deep Octabox 70 cm verwendet.“
Auch wenn das Setup und die Lichtführung einfach sind, ist die Wirkung groß: Die Deep Octabox wurde 45 Grad versetzt zum Motiv positioniert, um einen Rembrandt-Lichteffekt zu erzeugen.
Die Rembrandt-Lichtführung zeichnet sich durch ein beleuchtetes Dreieck unter dem Auge des Motivs auf der weniger ausgeleuchteten Gesichtshälfte aus. Sie lässt sich leicht mit einer Lichtquelle und einem Zubehörteil erreichen, das im 45-Grad-Winkel zum Motiv positioniert ist.
Dieser Stil ist beliebt, weil er mit minimalem Equipment natürlich wirkende und kraftvolle Bilder erzeugt.
Die ganze Finesse liegt in der Haltung des Motivs. Gezeigt wird jemand, der 2019 auf der Straße gestorben ist, aber hell ausgeleuchtet ist und lächelt.
Nachdem all das dem Model erklärt worden war, machte Philippe so weiter, wie er es auch tun würde, wenn er „echte“ Menschen auf der Straße fotografiert. „Ich leite Menschen nur selten an. Tatsächlich lasse ich Natürlichkeit und Instinkt lieber den Ton angeben.“
Das mag simpel wirken, aber in einer solchen Situation steht ein ganzes Team hinter dem Fotografen: Agentur, Kunde, Assistenten usw. Der Fotograf versucht, all die Hektik auszublenden und seine Aufmerksamkeit auf das Motiv zu richten.
In solchen Momenten setzt sich der Instinkt durch. Das ist Philippes große Stärke: Er lässt die Dinge auf natürliche Weise geschehen, bis der gewünschte Effekt erreicht ist.
Instinkt und Einfachheit – die ultimative Kombination für eindringliche und aufrichtige Ergebnisse.